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Die Philippinen schlagen vor, 59 neue Chemikalien in das PICCS aufzunehmen: Was Unternehmen wissen müssen

Aktualisiert am

Kurzmeldung

Am 14. Oktober 2025 veröffentlichte das Amt für Umweltmanagement (EMB) des Ministeriums für Umwelt und natürliche Ressourcen (DENR) den Entwurf einer DENR-Verwaltungsanordnung (DAO) über die Ergänzung 2025 zum philippinischen Verzeichnis von Chemikalien und chemischen Stoffen (PICCS) (DRAFT DAO-PICCS-2025). Dieser Entwurf schlägt vor, 59 neue chemische Stoffe in das PICCS aufzunehmen.

Die vorgeschlagene Aufnahme dieser 59 Stoffe ist durch das Gesetz Toxic Substances and Hazardous and Nuclear Waste Control Act of 1990 (Republic Act No. 6969 bzw. RA 6969), seine Durchführungsbestimmungen (DAO 1992-29) und Abschnitt 5 der DAO 2025-09 vorgeschrieben. Diese Stoffe haben das Verfahren der Notifizierung vor der Herstellung und Einfuhr (PMPIN) erfolgreich abgeschlossen und ihre Anzeige der Tätigkeitsaufnahme (NOC) eingereicht. 

Der Entwurf der Ergänzung bestätigt das Engagement des DENR-EMB für die jährliche Aktualisierung des PICCS – ein Verfahren, das zunehmend zur neuen Norm wird. Dieser Artikel enthält eine eingehende Analyse des PICCS-Rahmens, der wichtigsten Bestimmungen des Entwurfs 2025 und wesentliche Compliance-Leitlinien für chemikalienbezogene Unternehmen.

PICCS: Der Grundpfeiler des philippinischen Chemikalienmanagements

Historischer Kontext: Von RA 6969 zu einem dynamischen Inventar

Die Grundlage des chemikalienrechtlichen Systems der Philippinen bildet RA 6969, das im Jahr 1990 zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt vor toxischen und gefährlichen Stoffen erlassen wurde. Das PICCS wurde als zentraler Mechanismus dieses Gesetzes eingerichtet.

Das ursprüngliche PICCS, das im Jahr 1995 zusammengestellt wurde, führte chemische Stoffe auf, die vor dem 31. Dezember 1993 auf den Philippinen hergestellt, verarbeitet, vertrieben, verwendet, importiert oder exportiert wurden. Die Einrichtung des PICCS schuf eine grundlegende Unterscheidung zwischen „bestehenden Chemikalien“ (den aufgeführten Stoffen) und „neuen Chemikalien“ (den nicht aufgeführten Stoffen). Bestehende Chemikalien sind im Allgemeinen handelbar, während neue Chemikalien ein strenges Meldeverfahren durchlaufen müssen, bevor sie rechtmäßig auf den Markt gebracht werden dürfen.

Obwohl das EMB nach dem 31. Dezember 1993 keine Nominierungen für die Aufnahme mehr annahm, ist das PICCS nicht statisch. Es wird dynamisch aktualisiert, indem regelmäßig Stoffe aufgenommen werden, die das PMPIN-Verfahren erfolgreich abgeschlossen haben. Das EMB hat die Aktualisierungshäufigkeit in den letzten Jahren erhöht und Entwürfe von Ergänzungen für 2022, 2023, 2024 und nun 2025 veröffentlicht. Die Ergänzungen 2022 und 2023 sind bereits in Kraft getreten, und es wird erwartet, dass die Entwürfe 2024 und 2025 im Jahr 2026 offiziell veröffentlicht werden.

Zentrale Funktion: Der „Reisepass“ für den Zugang zum Chemikalienmarkt

Das PICCS spielt eine wesentliche Rolle im philippinischen Chemikalienmanagement und stellt die wichtigste Compliance-Hürde für den Markteintritt dar.

  • Grundlage des Marktzugangs: Jeder chemische Stoff, der nicht im PICCS aufgeführt ist, muss vor seiner rechtmäßigen Herstellung oder Einfuhr auf die Philippinen das Verfahren des EMB zur Meldung neuer chemischer Stoffe – vor allem das PMPIN-Verfahren – durchlaufen. Erst nach erfolgreicher Meldung und Genehmigung darf ein Unternehmen den Stoff rechtmäßig herstellen oder einführen.

  • Grundlage der Risikobewertung: Das PICCS bildet zusammen mit der Priority Chemicals List (PCL) und den Chemical Control Orders (CCOs) das Chemikalienrisikomanagementsystem des Landes. Für Stoffe im PICCS, die keinen PCL- oder CCO-Kontrollen unterliegen, wird ein vergleichsweise geringes Risiko angenommen; sie können frei gehandelt werden. Die PCL und CCOs schreiben dagegen für Stoffe mit hohem Risiko strengere Genehmigungen und Beschränkungen vor oder verbieten sie vollständig.

  • Informationstransparenz: Der öffentliche Charakter des PICCS ermöglicht Regulierungsbehörden, Industrie und Öffentlichkeit ein klares Verständnis der auf den Philippinen im Umlauf befindlichen Chemikalien und stellt wesentliche Daten für die Risikoüberwachung, das Umweltmanagement und die Notfallreaktion bereit.

Auslegung des Entwurfs der Ergänzung 2025: Strenge Bedingungen für die Aufnahme

Kern des Entwurfs der Ergänzung 2025 ist die vorgeschlagene Aufnahme 59 neuer Chemikalien, die das PMPIN-Verfahren durchlaufen haben, wodurch der strenge Weg zur Erlangung des Status als „bestehende Chemikalie“ bekräftigt wird.

PMPIN: Der einzige Weg zur Aufnahme in das PICCS

Nach den Vorschriften des EMB muss ein chemischer Stoff die folgenden wesentlichen Bedingungen erfüllen, um in das PICCS aufgenommen zu werden:

Nur Stoffe, die den PMPIN-Antrag abgeschlossen, eine Genehmigung erhalten und eine Anzeige der Tätigkeitsaufnahme (NOC) eingereicht haben, können vom EMB ein Jahr nach Einreichung der NOC in das PICCS aufgenommen werden.

Dies bedeutet, dass das PMPIN-Verfahren der einzige offizielle Weg für einen neuen chemischen Stoff ist, den Status einer „bestehenden Chemikalie“ zu erlangen. Im Rahmen des PMPIN-Verfahrens müssen Unternehmen detaillierte Informationen über den Stoff, toxikologische Daten und Umweltverträglichkeitsbewertungen einreichen, um seine sichere Verwendung auf den Philippinen nachzuweisen. Nach der PMPIN-Genehmigung müssen Unternehmen eine NOC einreichen, bevor der Stoff tatsächlich hergestellt oder importiert wird. Das EMB leitet das formelle Verfahren zur Aufnahme in das PICCS erst ein, nachdem es die tatsächliche Marktanwendung und das Risikoprofil des Stoffes bestätigt hat.

Ausgenommene Stoffe: Ausnahmen von der Aufnahme in das PICCS

Im Gegensatz zu den strengen PMPIN-Anforderungen sind chemische Stoffe, die über Ausnahmeverfahren auf den philippinischen Markt gelangen, ausdrücklich von der Aufnahme in das PICCS ausgeschlossen. Zu diesen Ausnahmen gehören vor allem:

  • Ausnahme für die Einfuhr kleiner Mengen (Small Quantity Importation, SQI): Für neue Chemikalien mit einem jährlichen Einfuhrvolumen unter einem bestimmten Schwellenwert (z. B. 1 Tonne/Jahr).

  • Ausnahme für Polymere: Für Polymere, die bestimmte strukturelle und sicherheitsbezogene Kriterien erfüllen.

Ausnahmen stellen grundsätzlich eine „bedingte Genehmigung für den Markteintritt“ dar und keine Bestätigung des Status als „bestehender Stoff“. Der regulatorische Schwerpunkt der SQI- und Polymerausnahmen liegt auf dem begrenzten Einfuhrvolumen oder dem geringen inhärenten Risiko. Wenn ein Unternehmen die Ausnahmegrenzen überschreiten möchte (z. B. das Einfuhrvolumen erhöhen oder die Polymerstruktur ändern), muss es anschließend die vollständige PMPIN-Meldung durchführen. Daher schreibt das EMB eindeutig vor, dass über die SQI- oder Polymerausnahme genehmigte Stoffe nicht in das PICCS aufgenommen werden dürfen.

Compliance-Empfehlungen für Chemikalienunternehmen

Angesichts des zunehmend strengen und dynamischen chemikalienrechtlichen Umfelds der Philippinen sollten Unternehmen nach Veröffentlichung des Entwurfs der PICCS-Ergänzung proaktive Compliance-Strategien verfolgen:


Compliance-Maßnahme

Beschreibung

Statusprüfung

Überprüfung des Produktstatus

Alle auf die Philippinen exportierten oder dort hergestellten Chemikalien mit dem aktuellen PICCS abgleichen (einschließlich der 59 vorgeschlagenen Ergänzungen).

Im PICCS aufgeführt: Sicherstellen, dass der Stoff weder in der PCL aufgeführt ist noch einer CCO unterliegt, und künftige regulatorische Änderungen überwachen.

Nicht im PICCS aufgeführt: Handel einstellen oder aufschieben. Den geeigneten Melde- oder Ausnahmeweg auf Grundlage der Verwendung, Menge und chemischen Struktur auswählen:

ü  Langfristiger Handel mit großen Mengen: PMPIN-Verfahren frühzeitig einleiten und ausreichend Vorbereitungszeit einplanen.

ü  Geringe Mengen oder Verwendung in Forschung und Entwicklung: Die Beantragung der SQI-Ausnahme in Erwägung ziehen.

ü  Polymere: Die Voraussetzungen für die Polymerausnahme prüfen.

Vertrauliche Geschäftsinformationen (Confidential Business Information, CBI)

Bei der Einreichung des PMPIN-Antrags sollten Unternehmen den Schutz vertraulicher Geschäftsinformationen (CBI) beantragen, um firmeneigene Informationen zu schützen. Dadurch wird sichergestellt, dass wesentliche chemische Strukturen oder Bezeichnungen nicht öffentlich bekannt gegeben, sondern im vertraulichen Abschnitt des PICCS aufgeführt werden.

CBI während der PMPIN-Einreichung beantragen, um Geschäftsgeheimnisse zu schützen.

Dynamische Überwachung etablieren

Angesichts des jährlichen Aktualisierungszyklus des PICCS sollten Unternehmen regulatorische Entwicklungen regelmäßig überwachen. Eine proaktive Verfolgung der für die Aufnahme in das PICCS vorgesehenen Chemikalien kann dazu beitragen, unnötige Compliance-Kosten zu vermeiden.

Ein System zur kontinuierlichen Überwachung der Bekanntmachungen des EMB und der PICCS-Aktualisierungen einführen.

Der DRAFT DAO-PICCS-2025 signalisiert die fortlaufenden Bemühungen des EMB, seine Chemikalienkontrollgesetze zu modernisieren und durchzusetzen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Compliance-Strategien belastbar und anpassungsfähig an diese kontinuierlichen regulatorischen Änderungen sind, um den rechtmäßigen Marktzugang auf den Philippinen aufrechtzuerhalten.

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