
China führte die nationale Norm GB 30981.2-2025 für Industriebeschichtungen ein
Aktualisiert am
Überblick
Die Industrielackbranche befindet sich mit der Einführung der neuen nationalen Norm GB 30981.2-2025 für Industrielacke, die strengere Grenzwerte für Schadstoffe, einschließlich VOCs und SVOCs, festlegt, um den wachsenden Anforderungen an den Umweltschutz gerecht zu werden. Diese neue Norm, die von der Staatlichen Verwaltung für Marktregulierung China (SAMR) am 30. Mai 2025 erlassen wurde, tritt am 1. Juni 2026 in Kraft und schafft einen einheitlichen Rahmen für Normen für Industrielacke in verschiedenen Sektoren.
Was ist GB 30981.2-2025?
GB 30981.2-2025 mit dem Titel „Grenzwerte für Schadstoffe in Beschichtungen——Teil 2: Industrielacke“ fasst bestehende Normen für Industrielacke, einschließlich solcher für Holzgegenstände, Fahrzeuge, Spielzeug und Schiffe, zusammen und aktualisiert sie. Die neue Norm zielt darauf ab, Widersprüche in den technischen Spezifikationen zu beseitigen und den Regelungsumfang zu erweitern, um eine hochwertige Entwicklung des Industrielacksektors sicherzustellen.
In GB 30981.2-2025 integrierte zentrale Normen
Die folgenden Normen werden in die neue Regelung integriert:
GB 18581—2020: Grenzwerte für Schadstoffe in Beschichtungen von Holzgegenständen
GB 24409—2020: Grenzwerte für Schadstoffe in Fahrzeugbeschichtungen
GB 24613—2009: Grenzwerte für Schadstoffe in Beschichtungen für Spielzeug
GB 30981—2020: Grenzwerte für Schadstoffe in industriellen Schutzbeschichtungen
GB 38469—2019: Grenzwerte für Schadstoffe in Schiffsanstrichen
Wesentliche Änderungen in GB 30981.2-2025
Konsolidierung und Erweiterung des Normensystems
Einheitlicher Rahmen:
Die neue Norm integriert fünf spezialisierte Normen in ein einheitliches System und vereinfacht dadurch die Einhaltung der Vorschriften für Hersteller.
Produktkategorien:
Beschichtungen werden nun in wasserbasierte (Typ W), lösemittelbasierte (Typ S), lösemittelfreie (Typ F), strahlungshärtende (Typ R), pulverbasierte (Typ P) und Hilfsstoffe (Typ A) eingeteilt.
Für Beschichtungen, die für einen engen menschlichen Kontakt vorgesehen sind, beispielsweise für Spielzeug und Möbel, gelten nun strengere Anforderungen.
Die Definition und Beispiele für „spezielle Funktionsbeschichtungen“ werden präzisiert; einige VOC-reiche Produkte dürfen aufgrund technischer Einschränkungen weiterhin höhere Grenzwerte aufweisen.
Anpassungen des Geltungsbereichs:
Die Norm gilt für Beschichtungen von Substraten wie Holzgegenständen, Metall, Kunststoff und Beton und umfasst sowohl Anwendungen vor Ort als auch im Werk.
Ausgenommen sind Beschichtungen für die Luft- und Raumfahrt, den nuklearen Schutz sowie militärische Beschichtungen.
Drei Produktarten, darunter flammhemmende Beschichtungen, Beschichtungen für dekorative Platten sowie Schutzbeschichtungen für Gebäude und Bauwerke, werden der Verwaltung industrieller Beschichtungen unterstellt und vom ursprünglichen System für architektonische Beschichtungen getrennt.
Strengere technische Spezifikationen
VOC-Grenzwerte:
Wasserbasierte Beschichtungen für Holzgegenstände: ≤250g/L für pigmentierte Beschichtungen, ≤300g/L für transparente Beschichtungen.
Lösemittelbasierter OEM-Grundlack für Pkw: ≤750g/L, reduziert um 10%.
Lösemittelfreie Beschichtungen: ≤100g/L.
Strahlungshärtende Beschichtungen: 150-550g/L je nach Anwendung.
Neue Regelungen:
SVOC-Regelung: Erstmals eingeführt, mit Grenzwerten für Latexbeschichtungen und wasserbasierte Beschichtungen für Holzgegenstände (≤100g/L für pigmentierte Beschichtungen, ≤150g/L für transparente Beschichtungen).
Cybutryn ist in Antifouling-Anstrichen für Schiffe verboten.
Asbest: Für Schiffsanstriche gilt „kein Schwellenwert“, was bedeutet, dass Asbest nicht nachweisbar sein darf.
Phthalate in Spielzeug und Beschichtungen mit menschlichem Kontakt sind auf 0.1% begrenzt.
Neue Grenzwerte für APEO, einschließlich Octylphenol und Nonylphenol.
Schwermetalle:
Blei (Pb) ≤90mg/kg und Cadmium (Cd) ≤75mg/kg für Beschichtungen, die für einen engen menschlichen Kontakt vorgesehen sind.
Für sechswertiges Chrom [Cr(VI)] wurden Grenzwerte eingeführt und Prüfverfahren festgelegt.
Erweiterte Prüf- und Kennzeichnungsanforderungen
Aktualisierungen der Prüfungen:
Für Schiffsanstriche sind alle zwei Jahre Typprüfungen erforderlich, für andere Beschichtungen jährlich.
Mehrkomponentenbeschichtungen müssen bei den maximalen Auftragsverhältnissen geprüft werden; für Härter sind separate Prüfungen erforderlich.
Anforderungen an die Kennzeichnung der Beschichtungsgefahren:
Decklacke und Lacke für Spielzeugbeschichtungen, Beschichtungen für Holzgegenstände und andere Beschichtungen für Verbraucherprodukte, die für einen engen menschlichen Kontakt vorgesehen sind, müssen auf der Verpackung gekennzeichnet werden; andere Industrielacke und Spachtelmassen müssen auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung gekennzeichnet werden.
Abschnitt zur Beschreibung: Gefahren der Beschichtung
Abschnitt zum Normencode und zur laufenden Nummer: GB 30981.2
Produktkategorien (z. B. „Typ S“ für lösemittelbasierte Produkte)
Angabe des Gesamtbleigehalts (z. B. „Pb ≤ 90“)
Kontaktkennzeichnung (wenn Artikel 5.3 der Norm erfüllt ist, wird „C“ für engen Kontakt mit dem menschlichen Körper angegeben; wenn Artikel 5.3 nicht erfüllt ist, wird „NC“ für keinen engen Kontakt mit dem menschlichen Körper angegeben)
Compliance-Empfehlungen der REACH24H Consulting Group
Zur Vorbereitung auf GB 30981.2-2025 empfiehlt die REACH24H Consulting Group die folgenden Schritte:
1. Produkte neu formulieren: Rezepturen anpassen, um die neuen Grenzwerte für SVOCs, Phthalate und andere Schadstoffe einzuhalten.
2. Prüfungen koordinieren: Mit unabhängigen Laboren zusammenarbeiten, um neue Prüfverfahren, beispielsweise die Gaschromatografie für SVOCs, zu verstehen.
3. Kennzeichnungen aktualisieren: Verpackungen neu gestalten, um die Kennzeichnungsanforderungen einzuhalten, insbesondere für Produkte, die für einen engen menschlichen Kontakt vorgesehen sind.
Chancen und Herausforderungen
Die neue Norm stellt einen Wendepunkt für die Industrielackbranche dar. Die Einhaltung der Vorschriften kann zwar erhebliche Anpassungen erfordern, bietet Unternehmen jedoch auch die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einführung umweltfreundlicherer und nachhaltigerer Verfahren zu steigern. Die einjährige Übergangsfrist bietet ein wichtiges Zeitfenster für technologische Aufrüstungen und die regulatorische Anpassung.
Durch die Einhaltung von GB 30981.2-2025 können Hersteller nicht nur strengere Umweltstandards erfüllen, sondern sich auch als Vorreiter beim ökologischen Wandel des Industrielackmarktes positionieren.
Für weitere Informationen und Anfragen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen unter customer@reach24h.com.
